Pullach, 24.03.2026
"Eine Wahl ist weniger eine Auszeichnung,
sie ist vielmehr eine Verpflichtung."
Julia Klöckner, Bundestagspräsidentin.
Am Sonntag haben die Wählerinnen und Wähler eine neue Bürgermeisterin gewählt. Frau Eisenmann hat die Stichwahl sehr eindeutig gewonnen und dazu gratulieren wir ihr ganz herzlich. Sie hat damit erreicht, was sie der CSU vor etwa 7 Jahren versprochen hatte. Am Ziel ist sie damit noch nicht, eher auf der Startposition.
Es wird sich viel ändern. Ob in Pullach wird sich zeigen, aber ganz sicher für die neue Bürgermeisterin. Denn dieses Amt ist mehr als ein Verwaltungsjob. Es verlangt den ganzen Menschen. Nicht nur dass eine Bürgermeisterin neben der Arbeit im Rathaus auch noch bei allen Veranstaltungen sichtbar sein soll. Eine Trennung von Privat- und Berufleben wird die nächsten sechs Jahre kaum mehr möglich sein. Die Erwartungen an eine Bürgermeisterin sind groß und vielfältig, dabei oft widersprüchlich und damit kaum erfüllbar. Sie muss in der Lage sein harte Entscheidungen zu treffen, damit etwas vorwärts geht und Fingerspitzengefühl beweisen, damit nicht mehr Unmut entsteht als unvermeidbar ist. Sie soll stets zugänglich und freundlich sein und neutral, damit man ihr keine Parteilichkeit nachsagen kann. Dabei hat fast niemand Skrupel die Bürgermeisterin – berechtigt oder unberechtigt – öffentlich zu kritisieren und ihre Defizite zu diskutieren. Deshalb benötigt sie ein dickes Fell und muss selbstkritisch genug sein, berechtigte Einwände gelten zu lassen und in ihre Entscheidungen einzubeziehen.
Wir wünschen Frau Eisenmann Erfolg im neuen Amt. Wie sie den Herausforderungen gerecht wird, wird sich an den konkreten Auswirkungen ihres Handelns auf Pullach und seine Bürgerinnen und Bürger zeigen.
Ihre
Ulrike Barth und Holger Ptacek
Gemeinderäte